{"id":1169,"date":"2018-03-01T21:30:28","date_gmt":"2018-03-01T20:30:28","guid":{"rendered":"http:\/\/progress-foundation.nexline.ch\/?p=1169"},"modified":"2021-07-13T00:24:30","modified_gmt":"2021-07-12T22:24:30","slug":"migration-liberalitaet-und-eigentum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pf.annen.ch\/en\/2018\/03\/01\/migration-liberalitaet-und-eigentum\/","title":{"rendered":"Migration, Liberalit\u00e4t und Eigentum"},"content":{"rendered":"<p>Hans-Werner Sinn stellt im Gespr\u00e4ch mit Franz Jaeger grunds\u00e4tzliche \u00f6konomische \u00dcberlegungen zur Migration in Europa an. Angesichts der Alterung der Gesellschaft werde oft vorgebracht, dass Immigration die Sozialwerke sichere: Immigranten zahlten Steuern und Abgaben, bspw. an die AHV, und f\u00fcllten damit das Finanzierungsloch, wenn die Babyboomer-Generation in Rente gehen werde. Sinn ist der Ansicht, dass es h\u00f6chst fraglich ist, ob f\u00fcr die einheimische Bev\u00f6lkerung eines Landes durch die Immigration ein Nettogewinn resultiert. Die Statistiken zeigten, dass eine Mehrheit der Migrationsbev\u00f6lkerung in Europa unterdurchschnittliche Einkommen erwirtschafte und damit Nettoempf\u00e4nger von staatlichen Leistungen sei. <\/p>\n<p>Sozialstaatlichkeit, freie Migration und sozialstaatliche Inklusion der Immigranten seien Gegens\u00e4tze, meint Sinn: Durch die Einbettung der Migrationsbev\u00f6lkerung in den Sozialstaat entstehe eine \u00f6konomisch unsinnige Sogwirkung. Die Migranten w\u00fcrden naturgem\u00e4ss versuchen, in die grossz\u00fcgigsten Sozialstaaten einzuwandern. Deshalb m\u00fcsse man hier Beschr\u00e4nkungen und strengere Regeln festlegen, weil sonst die Lasten des Sozialstaates nicht mehr getragen werden k\u00f6nnten und das Wohlstandsniveau allgemein sinken w\u00fcrde. Aus diesem Grund sei auch die Personenfreiz\u00fcgigkeit kein \u00fcberzeugendes Konstrukt. Gem\u00e4ss Sinn f\u00fchrt der freie Personenverkehr nur zu einer Angleichung der Lebensstandards in der EU, er bringt aber kein Wohlstandswachstum. Ausserdem unterlaufen die Migartionsstr\u00f6me die Eigentumsgarantie. Es gibt nicht nur privates Eigentum, sondern auch Eigentum an Klubg\u00fctern, die ein Gemeinwesen \u00fcber Jahrzehnte, ja Jahrhunderte aufgebaut hat. Zu diesen Klubg\u00fctern z\u00e4hlt nicht nur das Verm\u00f6gen im engeren Sinne wie Geb\u00e4ude, Strassen oder Staatsunternehmen, sondern mindestens ebenso das immaterielle Verm\u00f6gen in Form von Institutionen und Werten. Wenn man die Bev\u00f6lkerung eines Gemeinwesens als legitime Eigent\u00fcmerin dieser Klubg\u00fcter ansieht, ist es ihr Recht, ja mit Blick auf ein friedliches Zusammenleben geradezu ihre Pflicht, zu bestimmen, wer ausser ihr selbst auf welche Weise und unter welchen Bedingungen zu diesen Klubg\u00fctern Zugang haben darf. Dies ist mit einer v\u00f6lligen Personenfreiz\u00fcgigkeit gegen\u00fcber der EU eigentlich nicht vereinbar.<\/p>\n<p><i class=\"fa fa-file-pdf-o\" aria-hidden=\"true\"><\/i> <a href=\"https:\/\/pf.annen.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/H_W_Sinn-min.pdf\">Hans-Werner Sinn im Gespr\u00e4ch mit Franz Jaeger<\/a><\/p>\n<p><strong>BUCH<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/pf.annen.ch\/publikationen\/buecher\/kleinstaat-schweiz-auslauf-oder-erfolgsmodell\/\">Kleinstaat Schweiz \u2013 Auslauf- oder Erfolgsmodell?<\/a>  (NZZ Libro) <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hans-Werner Sinn stellt im Gespr\u00e4ch mit Franz Jaeger grunds\u00e4tzliche \u00f6konomische \u00dcberlegungen zur Migration in Europa an. Angesichts der Alterung der Gesellschaft werde oft vorgebracht, dass Immigration die Sozialwerke sichere: Immigranten zahlten Steuern und Abgaben, bspw. an die AHV, und f\u00fcllten damit das Finanzierungsloch, wenn die Babyboomer-Generation in Rente gehen werde. Sinn ist der Ansicht, dass&hellip;&nbsp;<a href=\"https:\/\/pf.annen.ch\/en\/2018\/03\/01\/migration-liberalitaet-und-eigentum\/\" class=\"\" rel=\"bookmark\">Read More &raquo;<span class=\"screen-reader-text\">Migration, Liberalit\u00e4t und Eigentum<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"neve_meta_sidebar":"","neve_meta_container":"","neve_meta_enable_content_width":"off","neve_meta_content_width":0,"neve_meta_title_alignment":"","neve_meta_author_avatar":"","neve_post_elements_order":"","neve_meta_disable_header":"","neve_meta_disable_footer":"","neve_meta_disable_title":"","footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[26],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pf.annen.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1169"}],"collection":[{"href":"https:\/\/pf.annen.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/pf.annen.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pf.annen.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pf.annen.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1169"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/pf.annen.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1169\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1175,"href":"https:\/\/pf.annen.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1169\/revisions\/1175"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pf.annen.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1169"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/pf.annen.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1169"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/pf.annen.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1169"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}