{"id":1739,"date":"2011-04-06T00:37:37","date_gmt":"2011-04-05T22:37:37","guid":{"rendered":"http:\/\/progress-foundation.nexline.ch\/?p=1739"},"modified":"2021-07-07T00:45:50","modified_gmt":"2021-07-06T22:45:50","slug":"federspitzen-des-privatbanquiers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pf.annen.ch\/en\/2011\/04\/06\/federspitzen-des-privatbanquiers\/","title":{"rendered":"Federspitzen des Privatbanquiers"},"content":{"rendered":"<p>(NZZ \u2013 \u00d6KONOMISCHE LITERATUR &#8211; Mittwoch, 6. April 2011, Nr. 81, Seite 35)                                                      <\/p>\n<h2>Zwei Dezennien Anlagekommentar<\/h2>\n<p><em>ra.<\/em> \u2022 Hat Konrad Hummler den falschen Beruf ergriffen? Dar\u00fcber k\u00f6nnte man trefflich diskutieren. Nicht wenige Menschen meinen, am gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Teilhaber der Bank Wegelin &#038; Co. sei ein exzellenter Journalist verloren gegangen. Und tats\u00e4chlich war der Karrierebeginn in dieser Hinsicht hoffnungsvoll: W\u00e4hrend seines Jurastudiums an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich avancierte der 1953 geborene St. Galler zum Chefredaktor der \u00abSchweizerischen Hochschulzeitung\u00bb.    <\/p>\n<p><strong>Gefragter Gastautor<\/strong>    <\/p>\n<p>Doch statt sich nach dem Studium weiter dem gedruckten Wort zu widmen, schlug Hummler eine Bankenlaufbahn ein und begann 1981 bei einer Vorg\u00e4ngerin der heutigen UBS. Die spitze Feder legte er jedoch nur vor\u00fcbergehend beiseite, denn nach seinem Wechsel zu Wegelin im Jahr 1991 \u00fcbernahm Hummler dort den traditionsreichen Anlagekommentar. Seitdem widmet er sich im Rhythmus von sechs bis sieben Wochen politischen, wirtschaftlichen sowie kulturellen Geschehnissen und l\u00e4sst diese in \u00abseinen\u00bb Anlagekommentar einfliessen. Hummler erledigte die Aufgabe so erfolgreich, dass der Wegelin-Kommentar zu einer \u00fcber den Kundenkreis der Bank hinaus bekannten Marke wurde und Hummler durch seine \u00aberfrischende Mischung von gesundem Menschenverstand und solider \u00f6konomisch-juristischer Analyse\u00bb (Jean-Pierre Roth, ehemaliger Pr\u00e4sident der Schweizerischen Nationalbank) zu einem beliebten Gastautor in zahlreichen Medien avancierte. Eine von Hans-Christoph Kesselring ausgew\u00e4hlte und bearbeitete Sammlung der zwischen 1990 und 2010 erschienenen Beitr\u00e4ge ist nun in Buchform unter dem Titel \u00abVersuch, Irrtum, Deutung\u00bb im Orell-F\u00fcssli-Verlag erschienen.    <\/p>\n<p>Das nicht prim\u00e4r nach Jahren, sondern nach Themen gegliederte Werk spiegelt dabei die wichtigen Ereignisse der letzten beiden Dezennien \u2013 von der Aufl\u00f6sung des Ostblocks \u00fcber den Boom der New Economy bis hin zur j\u00fcngsten Finanzmarktkrise und ihren globalen und lokalen Folgen. Auch Fragen zur Corporate Governance und zur Zukunft des Bankgeheimnisses nehmen in den j\u00fcngeren Kommentaren des auch f\u00fcr die eigene Zunft manchmal unbequemen Denkers breiten Raum ein. Schwerpunkte des Buches sind unter anderem Gedanken \u00fcber Staat und Markt, Rendite und Risiko sowie zur Funktion und zum Funktionieren von Finanzm\u00e4rkten und Finanzprodukten.    <\/p>\n<p><strong>Liberale Geschichtsstunde<\/strong>    <\/p>\n<p>Somit sind die Aufs\u00e4tze des \u00fcberzeugten Liberalen immer auch ein wenig eine Geschichtsstunde. Dabei versteht es Hummler hervorragend, auf den ersten Blick sachfremde Themen mit dem Finanzsektor zu verkn\u00fcpfen. Als Beispiel magder Beitrag \u00abVomdiskretenCharme der Derivate\u00bb (1999) dienen, in dem er eine Analogie zwischen der Manufaktur von Glas und der Entwicklung von Silizium- Chips herstellt und dies letztlich mit den von ihm schon fr\u00fch erkannten Vorteilen von strukturierten Produkten und ihrem Einsatz als Geldanlage-Baustein im Portefeuille zusammenf\u00fchrt.    <\/p>\n<p>Sein anerkanntes Faible f\u00fcr das geschriebene Wort dr\u00fcckt sich jedoch seit Jahren nicht nur in den Anlagekommentaren aus, sondern auch in seiner Funktion als Mitglied des Verwaltungsrates der AG f\u00fcr die Neue Z\u00fcrcher Zeitung, zu dessen Pr\u00e4sident er am kommenden Samstag gew\u00e4hlt werden soll.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pf.annen.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/buch-versuch_irrtum_deutung-201x300.jpg\" alt=\"\" width=\"201\" height=\"300\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1735\" srcset=\"https:\/\/pf.annen.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/buch-versuch_irrtum_deutung-201x300.jpg 201w, https:\/\/pf.annen.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/buch-versuch_irrtum_deutung.jpg 335w\" sizes=\"(max-width: 201px) 100vw, 201px\" \/><strong>Konrad Hummler: <a href=\"https:\/\/pf.annen.ch\/publikationen\/buecher\/versuch-irrtum-deutung\/\">Versuch, Irrtum, Deutung<\/a>. Anlagekommentare 1990 bis 2010. Ausgew\u00e4hlt, bearbeitet und eingeleitet von Hans-Christoph Kesselring.<\/strong><br \/>\nVerlag Orell F\u00fcssli, Z\u00fcrich 2011. 371 S., Fr. 69.\u2013.<\/p>\n<div style=\"clear:both;\"><\/div>\n<p><i class=\"fa fa-file-pdf-o\" aria-hidden=\"true\"><\/i> <a href=\"https:\/\/pf.annen.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/nzz_20110406_s35.pdf\">NZZ Mittwoch, 6. April 2011, Nr. 81, Seite 35<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(NZZ \u2013 \u00d6KONOMISCHE LITERATUR &#8211; Mittwoch, 6. April 2011, Nr. 81, Seite 35) Zwei Dezennien Anlagekommentar ra. \u2022 Hat Konrad Hummler den falschen Beruf ergriffen? Dar\u00fcber k\u00f6nnte man trefflich diskutieren. Nicht wenige Menschen meinen, am gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Teilhaber der Bank Wegelin &#038; Co. sei ein exzellenter Journalist verloren gegangen. Und tats\u00e4chlich war der Karrierebeginn in dieser&hellip;&nbsp;<a href=\"https:\/\/pf.annen.ch\/en\/2011\/04\/06\/federspitzen-des-privatbanquiers\/\" class=\"\" rel=\"bookmark\">Read More &raquo;<span class=\"screen-reader-text\">Federspitzen des Privatbanquiers<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"neve_meta_sidebar":"","neve_meta_container":"","neve_meta_enable_content_width":"off","neve_meta_content_width":0,"neve_meta_title_alignment":"","neve_meta_author_avatar":"","neve_post_elements_order":"","neve_meta_disable_header":"","neve_meta_disable_footer":"","neve_meta_disable_title":"","footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[27],"tags":[12],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pf.annen.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1739"}],"collection":[{"href":"https:\/\/pf.annen.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/pf.annen.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pf.annen.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pf.annen.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1739"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/pf.annen.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1739\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1745,"href":"https:\/\/pf.annen.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1739\/revisions\/1745"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pf.annen.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1739"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/pf.annen.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1739"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/pf.annen.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1739"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}