{"id":1783,"date":"2017-11-04T10:43:45","date_gmt":"2017-11-04T09:43:45","guid":{"rendered":"http:\/\/progress-foundation.nexline.ch\/?p=1783"},"modified":"2021-07-07T10:50:18","modified_gmt":"2021-07-07T08:50:18","slug":"schulden-sind-gut-zu-hohe-schulden-sind-schlecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pf.annen.ch\/en\/2017\/11\/04\/schulden-sind-gut-zu-hohe-schulden-sind-schlecht\/","title":{"rendered":"Schulden sind gut, zu hohe Schulden sind schlecht"},"content":{"rendered":"<p>(NZZ \u2013 FOKUS DER WIRTSCHAFT &#8211; Samstag, 4. November 2017, Seite 35)                                                        <\/p>\n<p><em><strong>Die moderne Wirtschaft kommt ohne Kreditwesen nicht aus \u2013 der Hang zu immer gr\u00f6sserer Verschuldung macht das System aber instabil<\/strong><\/em>    <\/p>\n<p><strong>Nationen haben schon immer \u00fcber ihre Verh\u00e4ltnisse gelebt, doch heute bedroht die Staatsverschuldung die globale Systemstabilit\u00e4t. Ist denn gar kein Kraut dagegen gewachsen?<\/strong>   <\/p>\n<p>CLAUDIA AEBERSOLD SZALAY<br \/>\n&#8212;<br \/>\nImmer bedrohlicher t\u00fcrmt er sich auf, der globale Schuldenberg. Fast alle sind sie heutzutage verschuldet: der Privatsektor, die Staaten, die Industrienationen, die Schwellenl\u00e4nder. In den wichtigsten Volkswirtschaften der Welt belaufen sich laut der Bank f\u00fcr Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) die Schulden auf mehr als das Doppelte der Wirtschaftsleistung. Ein Ende des Lebens \u00abauf Pump\u00bb ist nicht in Sicht.    <\/p>\n<p>Doch weshalb genau sind Schulden sch\u00e4dlich? Und sind sie es in jedem Fall? Die Beantwortung dieser Fragen ist trotz dem offenkundigen Unbehagen, das viele Menschen beim Wort \u00abSchulden\u00bb bef\u00e4llt, nicht ganz trivial. Schulden haben durchaus eine \u00f6konomische Existenzberechtigung, denn die Schulden des einen sind stets die Forderungen des anderen. \u00d6konomisch gesehen ist es unbestritten, dass das Kreditwesen die Wohlfahrt eines Wirtschaftssystems steigert. Nur dank ihm kann das Kapital, das an einer Stelle gerade nicht genutzt wird, an eine andere Stelle weitergereicht werden, wo es dann produktiv zum Einsatz kommt \u2013 mit dem Resultat, dass der Wohlstand des gesamten Systems steigt. Die Sichtweise, dass Schulden in jedem Fall des Teufels sind, greift deshalb zu kurz. Probleme tauchen erst dann auf, wenn sie nicht mehr zur\u00fcckbezahlt werden.    <\/p>\n<p><strong>Wann sind Schulden zu hoch?<\/strong>    <\/p>\n<p>Jedenfalls sind Insolvenzen so alt wie das Schuldenwesen selbst. Bereits in der Antike waren deshalb die Strafen f\u00fcr das Nichtbegleichen von Schulden drakonisch. In Babylonien wurden insolvente Schuldner als Sklaven verkauft, im alten Rom wurden sie im schlimmsten Fall sogar zweigeteilt. Doch wieso wird \u00fcber alle Jahrhunderte hinweg derart darauf gedr\u00e4ngt, dass Schulden beglichen werden m\u00fcssen, ja Schuldner eine moralisch begr\u00fcndete Pflicht haben, diese zu tilgen? Die Antwort ist so banal wie einleuchtend, wie auch die Diskussionen am diesj\u00e4hrigen Workshop zum Thema \u00abSchulden und Freiheit\u00bb der Progress Foundation gezeigt haben: Ein gut funktionierendes Schuldenwesen stellt ein \u00f6ffentliches Gut dar. Die \u00abInstitution Schulden\u00bb steigert die Wohlfahrt einer Volkswirtschaft, deshalb muss ihr Sorge getragen werden. Wer die Spielregeln des Kreditwesens nicht einh\u00e4lt, besch\u00e4digt die Reputation der \u00abInstitution Schulden\u00bb und somit die Kreditvergabe in einer Volkswirtschaft. Ohne Kredite gedeiht die Wirtschaft aber weniger gut.    <\/p>\n<p>Normalerweise f\u00fchren Konkurse von Privatpersonen oder von privaten Unternehmen der Realwirtschaft, wenn sie nicht endemisch sind, nicht zu grossen volkswirtschaftlichen Verwerfungen, Krisen oder gar wirtschaftlichen Depressionen. Anders sieht es bei \u00fcberschuldeten Staaten aus, die ihre ausstehenden Schulden nicht mehr begleichen k\u00f6nnen. \u00dcber alle Jahrhunderte hinweg haben Staaten \u00fcber ihre Verh\u00e4ltnisse gelebt und mussten schliesslich ihre Insolvenz anmelden. Die meisten dieser Staatsbankrotte waren begleitet von heftigen konjunkturellen Einbr\u00fcchen und sehr hoher Arbeitslosigkeit.    <\/p>\n<p>Aus diesem Grund steht die Staatsverschuldung ganz besonders im Rampenlicht \u2013 heute genauso wie fr\u00fcher. Die \u00dcberschuldung des Staates wirkt sich auf verschiedenste Weise negativ auf das Wirtschaftsgeschehen eines Landes aus, am st\u00e4rksten \u00fcber das Zinsniveau: Je schlechter die Bonit\u00e4t eines Landes, desto h\u00f6her die Risikopr\u00e4mie, die es f\u00fcr die Schuldenaufnahme bezahlen muss. Die allgemeine Verunsicherung ob der Schuldentragf\u00e4higkeit des Staates wirkt sich generell negativ auf das Zinsniveau in einem Land aus. H\u00f6here Zinsen wirken kontraktiv, weil sie die Investitionst\u00e4tigkeit und somit das Wirtschaftswachstum drosseln.    <\/p>\n<p>Dar\u00fcber, wann Staatsschulden \u00abzu hoch\u00bb sind und deshalb zur Gefahr f\u00fcr ein Land werden, streiten sich die \u00d6konomen ganz vorz\u00fcglich. Sp\u00e4testens seit den Arbeiten von Reinhart\/Reinhart\/ Rogoff wird die Schwelle von 90% als kritisch gesehen, also eine Staatsverschuldung von mindestens 90% des Bruttoinlandprodukts. Unter diesen Bedingungen, so die drei \u00d6konomen, ist das Wirtschaftswachstum in einer Volkswirtschaft besonders tief. Gegenw\u00e4rtig wird diese Schwelle in etlichen Regionen der Welt \u00fcberschritten (vgl. Grafik), und globale \u00abWachhunde\u00bb wie die BIZ oder der IMF sind deswegen besorgt.  <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pf.annen.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/nzz_20171104_s35.jpg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"846\" class=\"alignnone size-full wp-image-1784\" srcset=\"https:\/\/pf.annen.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/nzz_20171104_s35.jpg 1280w, https:\/\/pf.annen.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/nzz_20171104_s35-300x198.jpg 300w, https:\/\/pf.annen.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/nzz_20171104_s35-1024x677.jpg 1024w, https:\/\/pf.annen.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/nzz_20171104_s35-768x508.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/>  <\/p>\n<p><strong>Sanktionen machen keine Angst<\/strong>    <\/p>\n<p>Staaten, die ihre Schulden nicht mehr begleichen k\u00f6nnen und deshalb Staatsbankrott anmelden, m\u00fcssen mit harschen Reaktionen ihrer Gl\u00e4ubiger und somit der Finanzm\u00e4rkte rechnen. Wieso reicht die Drohkulisse eines Ausschlusses vom Kapitalmarkt (ein Staat kann sich nicht mehr \u00fcber den Markt finanzieren) oder zumindest deutlich h\u00f6herer Kreditkosten (ein Staat muss sehr hohe Zinsen zahlen, um sich zu refinanzieren) nicht aus, um Staaten von der \u00dcberschuldung abzuhalten? Weil die Drohkulisse so furchterregend gar nicht ist.    <\/p>\n<p>Neuere Untersuchungen von Staatsinsolvenzen belegen, dass der Marktausschluss f\u00fcr bankrotte L\u00e4nder heutzutage nur kurz w\u00e4hrt. Bis vor rund 40 Jahren mussten insolvente Staaten damit rechnen, durchschnittlich vier Jahre lang keine Mittel mehr am Kapitalmarkt aufnehmen zu k\u00f6nnen; seit dem Jahr 1980 dauert der Ausschluss im Schnitt aber gerade noch zwei Jahre. Auch die h\u00f6heren Kreditkosten halten sich in Grenzen: Unmittelbar nach einem Default sind die Aufschl\u00e4ge f\u00fcr s\u00e4umige Staatsschuldner zwar happig (400 Basispunkte), nach einem Jahr aber nur noch gut halb so hoch und nach drei Jahren nicht mehr existent. \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich mit dem Bonit\u00e4tsverlust. Auch da ist im Schnitt nach rund drei Jahren die alte Bonit\u00e4t wieder erreicht. Die Angst vor einem Reputationsverlust am Kapitalmarkt h\u00e4lt sich wegen dessen Konsequenzen f\u00fcr Staaten deshalb eher in Grenzen. Auch \u00abhandfestere\u00bb Sanktionen, also diplomatisch-milit\u00e4rische Interventionen, sind heute kaum mehr zu f\u00fcrchten. In fr\u00fcheren Zeiten, als Staaten s\u00e4umigen Nachbarn einfach den Krieg erkl\u00e4rten, wirkten ein Schuldenberg und die Konsequenzen eines Bankrotts wohl noch eher abschreckend. Obwohl selbst die Aussicht auf eine kriegerische Auseinandersetzung bei einer Staatsinsolvenz die Nationen fr\u00fcher selten davon abgehalten hat, sich zu verschulden. Im Gegenteil: Kriege waren in der Vergangenheit der Hauptgrund, sich \u00fcberhaupt zu verschulden.    <\/p>\n<p>Die finanzielle Bestrafung des Marktes scheint somit als Drohkulisse f\u00fcr einen Staatsbankrott wegzufallen, was das muntere Aufh\u00e4ufen der Schuldenberge rund um den Globus auch in j\u00fcngerer Zeit erkl\u00e4ren k\u00f6nnte. Die gr\u00f6ssten Kosten, die eine Staatsinsolvenz mit sich bringt, fallen jedoch nicht am globalen Finanzmarkt, sondern \u00abzu Hause\u00bb in der eigenen Wirtschaft an. Die Zahlungsunf\u00e4higkeit eines Staates f\u00fchrt zu einem Einbruch von Konsum, Investitionen und Output, zu Kapitalflucht, zu hoher Arbeitslosigkeit und, damit verbunden, zur Abwanderung von Humankapital. Wenn mit dem Staatsbankrott zus\u00e4tzlich eine Bankenkrise verbunden ist, wiegen Staatsinsolvenzen besonders schwer. Heftige Verwerfungen im Inland infolge \u00fcberm\u00e4ssiger Staatsverschuldung oder wegen eines Staatsbankrotts sind nicht selten mit Regierungswechseln verbunden. Auch in der europ\u00e4ischen Staatsschuldenkrise der vergangenen Jahre ist es in Krisenl\u00e4ndern zu etlichen Regierungswechseln gekommen \u2013 obwohl der Staatsbankrott dank solidarischen Hilfeleistungen Europas in jedem einzelnen Fall vermieden wurde.    <\/p>\n<p>Wieso reicht auch die Drohkulisse einer politischen Abwahl nicht aus, um Regierungen vom \u00fcberm\u00e4ssigen Schuldenaufnehmen abzuhalten? Die Politische \u00d6konomie liefert hierzu einfache Erkl\u00e4rungen. Die Kreditaufnahme kann, \u00e4hnlich wie f\u00fcr Private, auch f\u00fcr Staaten sinnvoll sein. Mittels Fremdfinanzierung k\u00f6nnen theoretisch grosse Projekte wie Investitionen in die Infrastruktur realisiert werden, die in sp\u00e4teren Jahren eine Dividende abwerfen, die die geschulterten Kreditkosten \u00fcbertrifft. Leider stimmen die Kreditzyklen nicht mit den politischen Zyklen \u00fcberein. Regierungen haben einen auf ihre Amtszeit oder die n\u00e4chsten Wahlen beschr\u00e4nkten Zeithorizont.    <\/p>\n<p>Wie die Politische \u00d6konomie lehrt, haben Politiker einen starken Anreiz, die Staatsausgaben zu erh\u00f6hen, um (wieder-)gew\u00e4hlt zu werden. Den unattraktiven Schuldenabbau \u00fcberlassen sie dann aber nur allzu gerne ihren politischen Nachfolgern. Auch die Idee, den Staatskonsum \u00fcber gute und schlechte Zeiten hinweg zu gl\u00e4tten, leidet unter der politischen Dimension: In schlechten Zeiten werden die Staatsausgaben erh\u00f6ht, doch in guten Zeiten werden sie nicht wieder zur\u00fcckgenommen \u2013 und der Schuldenberg steigt munter weiter.    <\/p>\n<p>Die Tendenz moderner westlicher Staaten zur stetigen Schuldenaufnahme erkl\u00e4rt sich auch damit, dass dadurch die Kosten f\u00fcr Staatsausgaben auf k\u00fcnftige Generationen abgew\u00e4lzt werden k\u00f6nnen. Letztere k\u00f6nnen typischerweise nicht mitreden, wenn \u00fcber fremdfinanzierte Staatsprojekte und entsprechende Schuldenaufnahme entschieden wird. Traurig, aber wahr: Der moderne Wohlfahrtsstaat, wie wir ihn heute kennen, beruht in hohem Masse auf Kosten\u00fcberw\u00e4lzung auf k\u00fcnftige Generationen.    <\/p>\n<p><strong>Keine Welt ohne Krisen<\/strong>    <\/p>\n<p>Was also gilt es zu tun, damit die globalen Schuldenberge nicht stets weiterwachsen und so zur Bedrohung f\u00fcr die Finanzstabilit\u00e4t werden? Die Forschung betrachtet das Ph\u00e4nomen Schulden als typisches Zeitinkonsistenzproblem. So erscheint die Schuldenaufnahme aus heutiger Sicht vern\u00fcnftig (Investitionen in die Infrastruktur), aus der Optik der Zukunft ist sie es aber meist nicht (Investitionen zahlen sich nicht aus, daf\u00fcr lasten die Schulden umso schwerer).    <\/p>\n<p>Die L\u00f6sung f\u00fcr diese Art von Problem liegt in der Beschr\u00e4nkung des diskretion\u00e4ren Spielraums von Regierungen. Statt dass sie nach Gutd\u00fcnken Schulden aufnehmen k\u00f6nnen, m\u00fcssten sie strikte Regeln einhalten. Diese k\u00f6nnen als Maximalverschuldung im Verh\u00e4ltnis zum Bruttoinlandprodukt oder in Abh\u00e4ngigkeit des Wachstums oder auf andere Art und Weise formuliert werden. Wichtig ist nur, dass dank strikten Regeln das durch die Polit\u00f6konomie erkl\u00e4rte Verhalten der Politiker und Regierungen ausgehebelt wird. Eine Schuldenbremse, wie sie die Schweiz kennt, stellt eine solche Regel dar. Untersuchungen zeigen aber, dass auch die besten Regeln nur dann funktionieren, wenn gesunde Finanzen in einem Land einen hohen Stellenwert haben.    <\/p>\n<p>Um die von Schuldenkrisen ausgehende Ansteckungsgefahr zu reduzieren, sind zudem bessere Mechanismen gefragt, um mit Staatsinsolvenzen umzugehen. W\u00e4hrend die Vollstreckung bei privaten Konkursen gesetzlich geregelt ist, ist der Umgang mit staatlichen Insolvenzen nur ungen\u00fcgend definiert. Klare Regeln diesbez\u00fcglich \u2013 etwa die einfache Gestaltung und rasche Umsetzung von Umschuldungen bei Staaten \u2013 k\u00f6nnten auch hier Abhilfe schaffen.    <\/p>\n<p><strong>Ohne Illusionen<\/strong>    <\/p>\n<p>Diese \u00f6konomischen Ans\u00e4tze m\u00f6gen zwar einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass die Staatsverschuldung etwas im Zaum gehalten wird \u2013 die Vision einer Welt ohne Staatsinsolvenzen ist trotzdem nicht umzusetzen. Die Sichtweise, dass Staatsschuldenkrisen unumg\u00e4nglich und deshalb einfach zu akzeptieren seien, mag sich f\u00fcr B\u00fcrger aus betroffenen L\u00e4ndern zynisch anh\u00f6ren. Ein Kern Wahrheit steckt aber wohl darin.    <\/p>\n<p>Staatsschulden und entsprechende Krisen g\u00e4nzlich zu vermeiden, bedeutete, der \u00d6konomie sehr enge \u2013 wenn nicht gar zu enge \u2013 Fesseln anzulegen. So zeigen Untersuchungen, dass abgeschottete L\u00e4nder mit einem unterentwickelten Finanzsystem, die sich weder im In- noch im Ausland verschulden, zwar weniger Krisen erleiden als offene, hochentwickelte Volkswirtschaften mit Zugang zum internationalen Kapitalmarkt. Im Gegenzug ist dort aber auch das langfristige Durchschnittswachstum deutlich geringer. Staat und Wirtschaft so stark zu regulieren, dass keine Schuldenkrisen mehr m\u00f6glich sind, kann deshalb nicht die richtige Antwort auf die Schuldenproblematik sein.    <\/p>\n<p>N\u00fcchtern betrachtet gibt es wohl so etwas wie eine optimale Anzahl Schuldenkrisen \u2013 und diese betr\u00e4gt nicht null. Die \u00fcberdurchschnittliche Frequenz an Schuldenkrisen, wie sie in der j\u00fcngeren Vergangenheit zu beobachten war, kann, ja sollte sogar unbedingt durch den Einsatz von geeigneten institutionellen Regeln reduziert werden.<\/p>\n<p><i class=\"fa fa-file-pdf-o\" aria-hidden=\"true\"><\/i> <a href=\"https:\/\/pf.annen.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/nzz_20171104_s35.pdf\">NZZ Samstag, 4. November 2017, Seite 35<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(NZZ \u2013 FOKUS DER WIRTSCHAFT &#8211; Samstag, 4. November 2017, Seite 35) Die moderne Wirtschaft kommt ohne Kreditwesen nicht aus \u2013 der Hang zu immer gr\u00f6sserer Verschuldung macht das System aber instabil Nationen haben schon immer \u00fcber ihre Verh\u00e4ltnisse gelebt, doch heute bedroht die Staatsverschuldung die globale Systemstabilit\u00e4t. 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